Demenzerkrankungen im Alter

Merkmale und Verlauf einer Demenzerkrankung 

Demenz im Alter bedeutet den zunehmenden Verlust des Erinnerungsvermögens welches häufig mit einer gravierenden Änderung der Persönlichkeit einhergeht. 

Wesentliche Merkmale im Frühstadium sind: 

  • Wortfindungsstörungen
  • beginnende Orientierungslosigkeit selbst auf bekannten Wegen und in vertrauten Räumlichkeiten
  • Verlust des Gedächtnisses wie z.B. von Terminen die vor Tagen geplant wurden 

Hierbei ist die Person jedoch noch immer in Ihrer Persönlichkeit nicht verändert und grundsätzlich in der Lage mit dem Umfeld in weitestgehend unauffälliger Weise einen Umgang zu pflegen. 

Wesentliche Merkmale im fortgeschrittenen Stadium sind folgende: 

  • Teilweise komplette Orientierungslosigkeit
  • Verlust des Gedächtnisses von Namen aus der Verwandschaft
  • Vergessen von Terminen die am selben Tag geplant wurden 
  • Veränderung der Persönlichkeit 

Die Veränderung der Persönlichkeit kann unterschiedlichste Ausprägungen haben. Eine der für die Pflege herausfordensten ist die zunehmende Aggressivität die sich in abwechselnden Phasen des normalen freundlichen und klaren Umgangs abwechseln Wutausbrüchen jeder Form bis hin zu Androhungen der körperlichen Gewalt. 

Ursachen der Demenzerkrankungen im Alter 

Folgende wesentlliche Ursachen der Demenz treten im Alter insbesondere auf: 

  • Alzheimerdemenz
  • vaskuläre Demenz

eine seltenere Ursache kann die Alkoholbedingte Demenzerkrankung sein. 

Natürlich gibt es etliche Ursachen mehr für Demenzerkrankungen. Allerdings sind die hier aufgeführten sicherlich die häufigsten Diagnosen. 

Für die Behandlung haben beide Formen bezüglich der medikamentösen Therapie häufig ähnliche Behandlungsmuster. 

Medikamentöse Therapie der Demenzerkrankung 

Bei der medikamentösen Therapie werden so genannte Cholinesterase-Hemmer und Glutamat-Antagonisten angewandt. 

Treten die Symptome einer Demenz auf ist es unbedingt erforderlich zusammen mit einem Neurologen die medikamentöse Behandlung des Patienten zu beginnen um auch die 24-Stundenpflege weiterhin für beide Seiten zu ermöglichen. Wird eine solche Behandlung nicht eingeleitet, kann es zu unüberwindbaren Hindernissen für ein Zusammenleben zwischen Patient und der 24-Stundenpflegekraft kommen. 

Was kann man noch tun umd die Erkrankung aufzuhalten 

Neben der medikamentösen Behandlung sind ernährungsmedizinische Maßnahmen sinnvoll. Zudem sollte die körperliche und geistige Bewegung gefördert werden. Nachfolgend einige Beispiele: 

Ernährungsmedizin: 

  • Aloe Vera Saft mit Kurkuma
  • Grüner Tee
  • Omega 3 Fettsäuren aus Leinölen, Algen und Fisch
  • Soya-Lecithin
  • Phosphatidylserin-Präparate
  • Gemüsehaltige Kost
  • Reduktion von Alkohol 

Bewegungsmedizin:

  • Yoga fürs Alter
  • Meditaionsübungen
  • Spaziergänge
  • Einbeinstand
  • Koordinationstraining 

Geistiges Training:

  • Kreuzworträtsel
  • Bücher lesen
  • Reduktion Fernsehen
  • Gesellschaftsgespräche
  • Gedächtnisübungen 

Die Aktivität ist sicherlich der beste Schutz des Fortschreitens der Erkrankung. 

Dr. Kay Bredehorst 

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